Rettet die Bienen, tötet die Bauern!

von Maximilian Püschel

 

Noch bis zum 13. Februar 2019 kann man sich für das Volksbegehren „Artenvielfalt“, das auch unter dem Namen „Rettet die Bienen“ bekannt ist, eintragen. Organisiert wird dieses Volksbegehren von grünen Parteien und Tierschutzbünden. Damit das Begehren jedoch Erfolg hat, müssen mindestens 1 Millionen Wahlberechtigte Bayern  innerhalb dieser 2 Wochen unterzeichnen, sonst wird das Volksbegehren vom bayrischen Landtag abgelehnt. Doch welchen Nutzen erfüllt dieses Volksbegehren, falls es erfolgen haben sollte? Kann man dadurch wirklich das Artensterben verhindern?

Nun, den Organisatoren nach soll dieses Volksbegehren Bayern grüner machen, jedoch nur auf dem Feld und bis jetzt auch nur auf dem Papier. Mehr ökologischer Anbau auf den Feldern, mehr Bio, weniger Dünger, und und und … Was die Organisatoren hierbei verlagen, ist das vollständige Umkrempeln der bayrischen Landwirtschaft. Und das, obwohl die Landwirtschaft unser heutiges Bayern ja geprägt hat.

Für den Fall, dass dieses Volksbegehren Erfolg hat, würde dies für einen Großteil der Landwirte einem Todesurteil gleichen. Zum einen sieht der Entwurf vor, das bis 2030 mindestens 30 % aller landwirtschaftlichen Nutzflächen ökologisch bewirtschaftet werden müssen. Hierbei stehen die Bauern großen Problemen gegenüber: Zum einen fallen dadurch die Subventionen für die Bauern weg, die bereits jetzt schon umweltfreundlich anbauen, zum anderen ist die Umrüstung auf eine ökologische Agrarkultur mit Kosten verbunden, die nicht von jedem Bauern bezahlt werden können.

Des Weiteren muss beachtet werden, dass es so scheint, als würde sich dieses Volksbegehren gezielt gegen Landwirte richten. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie am Aussterben der Arten Schuld sein, da sie Ihnen den Lebensraum wegnehmen. Jedoch muss dabei beachtet werden, dass sich fast jeder zweite Bauer in Bayern freiwillig dazu verpflichtet hat, mehr für den Umweltschutz zu tun. Von den Initiatoren dieser Kampagne werden Bauern dargestellt, als würde sie der Umwelt- und Naturschutz nicht interessieren, doch durch diese freiwillige Verpflichtung  wird deutlich, dass dem nicht so ist.

Zum Schluss bleibt lediglich zu sagen, dass das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ nur zu einer Verstärkung von Auflagen für Bauern führen wird, sollte es dazu kommen, dass sich dieses Begehren durchsetzt. Des Weiteren sollte man sich informieren, bevor man für irgendetwas unterschreibt, da man oft den genauen Zweck dessen nicht sofort versteht. Außerdem sollte man sich die Frage stellen: Inwiefern wird das mein zukünftiges Leben beeinflussen?

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