Ken-Jitsu

Ken-Jitsu war ursprünglich als Kenjutsu eine Kriegskunst im feudalen Japan, bei welcher der Kampf mit dem Schwert gelehrt wurde. Ken-Jitsu bedeutet wörtlich übersetzt  „Schwertkampf“ oder auch „Faustkampf“.  Es handelt sich um eine Kampfkunst, die ihren Schwerpunkt vor allem auf Selbstverteidigung ausgelegt. Das System kombiniert Hand-, Fuß-, Ellbogen-, Knie-, Kopf-, Finger-, Roll, Fall-Techniken, Freies-Training und vieles mehr. Dabei kommen Schläge, Hiebe, Stiche, Tritte, Blöcke, Hebel, Würfe, Sprünge etc. mit oder ohne Waffen zum Einsatz. Diese Kampfsportart wird sowohl in Standpositionen wie auch am Boden ausgeübt. Ein gut ausgebildeter Schüler ist dadurch in der Lage, sich in jeder möglichen Situation angemessen gegen seinen Gegner zu verteidigen. Dabei muss er auf jeden Stil und jede Bewaffnung des Gegners angepasst reagieren können.

 

Dies fordert von jedem Kämpfer hohe Flexibilität, großen Einsatz und Konzentration, und nicht zuletzt auch zeitlichen Aufwand. Persönlich betreibe ich diese Sportart seit ca. 1,5 Jahren. Generell hat das Ken-Jitsu viele verschiedene Vorteile, die ich im Folgenden vorstellen möchte. Ken-Jitsu Rosenheim bietet ein sehr vielseitiges, abwechslungsreiches und spannendes Training zur Selbstverteidigung an. Unser Training ermöglicht sein inneres Gleichgewicht zu fördern und gleichzeitig Stress abzubauen. Zudem können  fast alle Altersgruppen teilnehmen (ca. 10-70 Jahren).

Unsere momentanen Trainingszeiten sind immer montags von 19:00-21:00 Uhr, mittwochs von 18:45-20:30 und werden von Hans, Martin und Ludwig sowie von Wolfgang und Norbert geleitet. Zusätzlich haben wir seit einiger Zeit eine eigene Trainingshalle, auch Dojo genannt, die uns eine sehr angenehme Trainingsatmosphäre ermöglicht.

Zuerst wärmen wir uns vor dem Training auf, das heißt wir beginnen mit einem kurzen Spiel, meistens Fußball oder einer persönlichen Abwandlung von dem Spiel versteinert. Anschließend beginnen wir das Training mit gymnastischen Übungen, um die Verletzungsgefahr zu verringern und um den Körper die notwendige Kraft bzw. Gelenkigkeit zu vermitteln. Unser Training besteht aus vielen verschieden Elementen, wie z.B. der Fallschule, dem Techniktraining, dem Randori (ein simulierte Kampf, gegen einen oder mehrere Gegner) und der abschließend Entspannungseinheiten.

Generell kann man durch die Absolvierung einer Prüfung einen höherrangingen Gürtel erwerben. Pro Gürtel kommen 15 verpflichtende Techniken dazu. Darunter befinden sich stets wirksame Abwehrbewegungen gegen die gängigsten Angriffe ohne Waffen, mit Stock oder Messer. Ab dem grünen Gürtel müssen mehrere selbstausgedachte Techniken präsentiert werden. Nicht zuletzt wird auch großer Wert darauf gelegt, dass Stürze durch gute Fallschule abgemildert werden. Den weißen Gürtel erhält man zusammen mit dem Trainingsanzug. Daraufhin folgt der gelbe, orange, grüne, blaue, braune und zum Schluss der schwarze Gürtel. Beim schwarzen Gürtel gibt es noch mehre Meistergrade, auch Dan genannt. Diesen kann man aber erst nach Absolvierung aller anderen Gürtel und dem Erreichen des 18. Lebensjahres erreichen.

Ich hoffe ich konnte euch gut aufklären und zusätzlich für diesen Sport begeistern!

Eure Julia Einhenkel

 

 

 

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