Visionen in der Krebsforschung

Wie der Wissenschaftler Markus Schick mit seinen Forschungen neue Wege aufzeigt 

Krebs ist seit langem als „Geißel der Menschheit“ bekannt. Derzeit leben in Deutschland etwa 4 Millionen Menschen, die entweder an Krebs erkrankt waren, oder im Moment erkrank sind. Diese erschreckende Zahl zeigt, wie dringend es Innovationen im Bereich der Behandlung von Krebserkrankungen braucht. Tatsächlich gibt es viele neue Ansätze in Diagnose und Therapie, die großes Potenzial bergen. Zwei dieser Ansätze wurden nebenvielen weiteren Informationen zum Thema von dem Wissenschaftler Markus Schick am 26.04.2018 den Schülern der FOS/BOS Rosenheim vorgestellt. 

Nach einem Grundstudium in Biologie und Chemie auf Lehramt beginnt Markus Schick im Rahmen seiner Zulassungsarbeit mit ersten Forschungen. Diese drehen sich um die Archaeenart pyrococcus furiosus, die zu den Prokarytoten gehört und sich durch hohe Hitzebeständigkeit und Wachstum in sauerstofffreier Umgebung auszeichnet. Danach folgt ein Praxissemester bei dem Pharmaunternehmen Roche Diagnostics, gefolgt von einem Semester Forschung an der University of Michigan. Dieses dreht sich um das Protein Get3, das vor Alzheimer schützen könnte. Im Moment forscht Markus Schick im Rahmen seiner Promotion an verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten von Krebs. 

Im Vortrag referiert er zunächst über die Entstehung von Krebs. 

Wachstum und die Instandhaltung unseres Körpers funktioniert vor allem durch Zellteilung. Dabei wird zunächst die DNA im Zellkern verdoppelt und dieser dann wieder geteilt, wonach sich auch der Rest der Zelle teilt und die Organellen wiederhergestellt werden. Bei diesem Vorgang können jedoch auch Fehler passieren: durch Defekte in der DNA kann es zu Fehlern in Genen kommen, die zur Folge haben können, dass ganze Gene verschwinden oder nicht mehr funktionsfähig sind. Das kann dazu führen, dass sich die Zellen verändern und beispielsweise ungebremst wachsen. Bösartig entartete Zellen (Krebszellen) werden in der Medizin als maligne Zellen bezeichnet, die sich wesentlich von gesunden Zellen unterscheiden. Zu den Haupteigenschaften von malignen Zellen gehört der Verlust der gewebetypischen Zellfunktion und invasives, infiltrierendes und destruierendes Wachstum. Normalerweise verfügt die Zelle über einen Mechanismus zur „kontrollierten Selbstzerstörung“, auch Apoptose genannt. Kommt es nicht zur Apoptose und die defekte Zelle teilt sich weiter, kommt es zur Tumorentstehung. 

Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten zur Behandlung. 

Die Behandlung von Krebs ist bekanntermaßen kompliziert und problembehaftet. Das liegt daran, dass sich zum einen überall im Körper Metastasen bilden können und diese zudem 

verschiedene Tumorarten beinhalten können, zum anderen es jedoch auch passieren kann, dass eine Behandlung genau die gesunden Zellen trifft und die malignen Zellen resistent gegen die Behandlung werden. Wegen dieser und weiterer Probleme befindet sich die Behandlung von Krebs derzeit im Wandel. Während man am Anfang der Krebsbehandlung noch ein breites Spektrum an Patienten behandelte, ist die Behandlung heutzutage spezifisch, also auf kleinere Patientengruppen zugeschnitten. Aufgrund der Komplexität der Erkrankung wird jedoch gerade auf eine individuell an den Patienten angepasste Behandlung angestrebt. Diesem Ziel folgt auch Markus Schick: er stellt in seinem Vortrag zwei Verfahren zur individuellen Behandlung vor. 

Beim ersten Verfahren werden Proben von jedem Tumor und allen Metastasen in ein Labor übermittelt. Dort werden die Zellen zunächst kultiviert (vermehrt). Dann werden an jeder Probe alle ca. 300 Medikamente getestet und beobachtet, welches am besten wirkt. Aufgrund dieser Informationslage kann der Patient dann genau mit dem Medikament behandelt werden, das die höchsten Erfolgschancen verspricht. Dieses Vorgehen dauert etwa drei Wochen, was im Vergleich zur Dauer der Erkrankung äußerst schnell ist. 

Ein anderes Verfahren kann vor allem bei Blutkrebs angewendet werden. Bei einer Leukämie führt eine Störung des Knochenmarks zu einer massiven Überproduktion von weißen Blutkörperchen, die allerdings nicht funktionsfähig sind und die gesunden Bestandteile des Blutes verdrängen. Helfen kann hier eine Stammzellspende, bei der Stammzellen vom Spender in die erkrankte Person implantiert werden, nachdem die ursprünglichen Stammzellen des Patienten vernichtet wurden. Hier besteht allerdings das Risiko, dass die empfangenen Stammzellen vom Körper des Patienten abgestoßen werden, was sogar tödlich sein kann. Dieses Risiko kann nun umgangen werden, indem der Patient mit seinen eigenen Stammzellen therapiert wird. Dies funktioniert, indem dem Patienten Blut abgenommen wird. Danach werden die entarteten Zellen durch die Genschere CRISPR/CAS9 repariert und kultiviert. Die so gewonnenen gesunden Zellen werden dann in den Körper reimplantiert und können nicht abgestoßen werden, da es ja körpereigene Zellen sind. Auch dieser Vorgang dauert etwa drei Wochen. 

Trotz dieser enormen Fortschritte in der Forschung bleibt noch viel zu tun. Vor allem Bauchspeicheldrüsenkrebs ist immer noch hochriskant und verdeutlicht die absolute Notwendigkeit von Krebsforschung. Doch dank engagierten und renommierten Wissenschaftlern wie Markus Schick können wir dieser „Geißel der Menschheit“ ein Stückchen entkommen. 

Mirjam Brunner, 13cS 

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Viva Las Vegas!


Von Sabrina Gärtner

 

Rosenheim – Am 15.02.2018 wurde im vollbesetzten Saal des KUKO das Musical ELVIS aufgeführt und der Spicker durfte in der ersten Reihe mit dabei sein.

Foto: Andreas Friese
Foto: Andreas Fries

Gleich zu Beginn betritt die gesamte Band die Bühne und nach vorne schreitet – man könnte meinen – der echte Elvis Presley.

Sogleich wird ein Song zum Einstieg gespielt, der die hohe Qualität der gesamten Show ankündigt. Dass man es hier mit dem besten Double von Elvis (gespielt von Grahame Patrick) zu tun hat, merkt man nicht nur an der passenden Frisur, Kleidung oder den sehr ähnlichen Gesichtszügen, sondern auch schon nach den ersten gesungen Tönen und Bewegungen, die originalgetreu dargeboten werden.

Danach wird erzählt, wie Elvis zu seinem ersten Plattenvertrag gekommen ist, wobei er, ein LKW-Fahrer, nur durch Zufall entdeckt wurde, als er für seine Mutter ein Lied aufgenommen hatte. Im Folgenden wird der musikalische Werdegang des „King of Rock’n’Roll“ nachempfunden, mit einem tollen Daniel Neumann als Colonel Parker, der die weitere Karriere Presleys gemanagt hat und hier durch das Leben des ‚King‘ führt.

Ein weiteres Highlight der Show ist das Stamps Quartett. Es ist das älteste professionelle Gospel Quartett Amerikas und ein Gründungsmitglied, nämlich Ed Enoch, ist heute noch als Original in der neu besetzten Gruppe dabei. Von 1971 bis 1977 begleiteten die damaligen Sänger Elvis auf seinen Tourneen, da jener ein großer Fan des Gospels war. Auch hier im Musical werden einige Gospel-Songs vorgetragen, was eine einmalige Stimmung aufbaut, und das nicht nur durch die Duette von ‚Elvis‘ und Ed Enoch.

Des Weiteren ist die wirklich begabte Eva Maria Bender zu erwähnen, die neben den Background Vocals auch in einem Duett mit dem ‚King‘ glänzt.

Und nicht zu vergessen: Die Band. Eine Wahnsinns Truppe steht dort auf der Bühne und spielt mitreißende Musik, als Begleitung und auch solo.

Fazit: Tolle Darsteller, tolle Musiker, tolle Tänzer und tolle Show. Ein Muss für alle Elvis-Fans und die, die es noch werden wollen!

Vielen Dank an das COFO Concertbüro für die tolle Gelegenheit.

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Zu Besuch in Gabersee

Am 10.01.2018 machte sich die 13 cS ohne Einweisungsschein auf den Weg in die Inn-Salzach-Klinik nach Wasserburg, eher bekannt als „Gabersee“.

Als kleinen Motivationsschub bekamen wir alle einen super stylischen Jutebeutel, mit essentiellen Inhalten wie Pausenbrotdose oder Kugelschreiber #supercool.

Danach ging es zum Vortragsraum, wobei wir schon einen ersten Eindruck von dem kleinen Dorf mit Kirche, Häusern, Dorfpark, Einkaufsladen und Hauptstraße bekamen.

Eine Pflegedienstleiterin, von der wir leider nur noch den Vornamen wissen und dass sie gewisse Ähnlichkeiten mit Frau Allgaier hat, informierte uns über die Klinik.

Die wichtigsten Infos kurz gefasst:

  • Geschäftsführer ist Herr Dr. Theodor Danzel – intern auch liebevoll genannt „der Bürgermeister“
  • Fachbereiche sind die Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Neurologie und die Sozialpädiatrie
  • Insgesamt gibt es 33 Stationen

Den Rest kann man leider nicht kurz fassen:

Nach einer Fragestunde bzw. Stunden und Insiderinformationen aus dem Gabersee -Alltag, zum Beispiel über einen Ausbruch aus der Forensik, die sich übrigens auch auf dem Gelände befindet, ging es weiter mit unserem Programm, Geländebesichtigung.

Übrigens, wissen Sie warum die Klinik eigentlich Gabersee heißt? Nein? Wir auch nicht. Das weiß nämlich niemand.

Bei der Besichtigung hatten wir einen Einblick in die Station S 4 erhaschen dürfen, wobei uns eine Schwester die Suchtmedizin-Station zeigte. Dass sich in so kleinen Häusern Stationen befinden, hätten wir nie vermutet und dass es ein Raucherzimmer mitten auf einer Suchtstation gibt, erst recht nicht. Die Patienten bekommen, neben den Standardbehandlungen, auch sehr viele Freizeitangebote, sei es Sinnesreisen, Ohrakupunktur oder Ergotherapie, welche wir auch besichtigen durften. Wir wurden von Angeboten regelrecht überschüttet. Holzwerkstatt, Seidentücher bemalen, Speckstein formen, Armbänder gestalten, usw. Und Nein, das ist kein „Basteln“! – Wir wurden auch schon belehrt.

Ebenso wurde uns ein Einblick in einen Kriseninterventionsraum gewährt. Dies ist ein abgeschlossener kleinen Raum, in dem Patienten während schweren Anfällen, bei denen sie sich selbst und andere gefährden, verwahrt werden können. Mirjam machte den Test und stellte sich der Herausforderung. Jedoch mussten wir sie nach 2 Minuten befreien. Die Kratzspuren und Dellen an der Tür waren nicht von ihr, sondern von Patienten, die mit Kräften gegen die Tür schlugen, um sich zu befreien.

Nach einem ausgiebigen Mittagessen machten wir uns auf den Weg zurück in unseren bereits bekannten Vortragsraum, wo schon eine sehr interessante Powerpoint Präsentation auf uns wartete. Den Namen von dem äußert netten Mann wissen wir leider auch nicht mehr (mit Namen haben wir´s leider nicht so) aber wir wissen, dass er TSV 1860 Fan ist. Auf jeden Fall bekamen wir reichlich Input über die Geschichte der Inn-Salzach-Klinik, die der charmante 1860er Fan uns mit Witz und einem tiefsten Bayrisch nahe brachte.

Zuletzt durften wir noch am Museumsbesuch teilnehmen. Hier wurden alte Gegenstände aus der Klinik ausgestellt, wie zum Beispiel aus der Forensik. Die Gegenstände, mit denen die Patienten ausbrechen wollten, sind einfallsreicher als manch Spickideen der Schüler – hier wurden der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Nach einem Eintrag in das goldene Gästebuch war der Tag in Gabersee beendet. Alle sind heil zuhause angekommen, keiner wurde vergessen oder eingewiesen.

Sophia Bastisch; Klasse 13 cS

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Night of the Proms 2017

Von Maximilian Püschel

Seit mittlerweile 23 Jahren findet jährlich im Dezember die „Night of the Proms“ durch Bayern 1 statt. Dabei treten verschiedene Künstler zusammen mit einem Orchester auf einer Bühne auf. Dieses Mal war Roger Hodgson der Sänger von Sumpertramp, Peter Cetera von Chicago, Melanie C von den Spice Girls, Culcha Candela, die 16-jährige Solopianistin Emily Bear und John Miles mit dabei. Das Orchester wurde dieses Jahr in das Antwerp Philarmonic Orchestra umbenannt, da damals in Antwerpen die Idee der Night of the Proms ihre Anfänge nahm. Es besteht aus 72 Mitgliedern und ist der Hauptbestandteil der Night of the Proms unter der Leitung der Brasilianerin Alexandra Arrieche.

Zum Beginn der Show spiele Emily Bear das Titellied von „LA LA LA“, wobei bereits nach wenigen Augenblicken das Orchester mitspielte, was schon umwerfend war. Anschließend wurde die 5. Symphonie von Beethoven sowie das Stück Romeo und Julia gespielt. Direkt im Anschluss daran kam dann auch Culcha Candela auf die Bühne und sangen und tanzten ihre Lieder wie „Hamma!“ oder „Monsta“.

Im Anschluss daran spielte wieder Emily Bear ein Stück auf dem Klavier, wobei sie auf einer Plattform über das Publikum schwebte. Der Moderator machte darauf aufmerksam, dass Bear das Talent besitze, Stücke zu schreiben, wenn sie eine Geschichte höre. Daraufhin ging der Moderator zu einer Frau und sie erzählte von der Geschichte ihres Enkels, welcher Leukämie hatte und diese besiegt hat. Sie hatte daraufhin sofort ein Stück komponiert und hat dieses dann gespielt.

Anschließend hat der Moderator dann eine „App“ auf seinem Handy gehabt, von dem er das Orchester von selbst steuern konnte. Er hat dann verschiedene Stücke in seinem Tablett angetippt und das Orchester hat dann das Stück schneller oder langsamer gespielt, je nach dem wie er es wollte. Als er dann auf Schwanensee tippte, hat das Orchester dieses auch gespielt, allerdings kam dann Peter Cetera auf die Bühne und hatte dann angefangen „If you leave me now“ zu spielen. Es war einfach wunderbar. Anschließend hörte man dann noch Lieder wie „Hard to Say I’m Sorry“ und „Stay the Night“.

Nach Peter Cetera kam dann Melani C auf die Bühne. Sie sagte, dass sie sich freue, in München zu sein und das sie wisse, dass das Lied „First Day Of My Life“ hier ein riesen Hit sei. Daraufhin hat sie angefangen, ihr Lied zu singen.

Nachdem Melanie C auf der Bühne war, kam John Miles mit seinem legendären Hit „Music Was My First Love“, welches mit der Kombination des Orchesters einfach nur wundervoll klang. Das ist was die „Night of the Proms“ so besonders macht, dass viele berühmte Musiker kommen und diese zusammen mit einem Orchester ihre größten Hits performen.

Zuletzt kam dann der absolute Superstar Rodger Hodgson auf die Bühne. Er sagte, dass er sich freue wieder in München zu sein und spielte dann das Lied „Breakfast in America“. Im Anschluss daran performte er Lieder wie „Dreamer“, „für alle Menschen die träumen, denn die Night of the Proms haben auch mit einem Traum angefangen“, „School“, „The Logical Song“ und „Give a Little Bit“.

Zum Schluss sind dann noch einmal alle Musiker auf die Bühne gekommen und haben dann auf den Wunsch des Publikums hin das Lied „A Sky Full Of Stars“ von Coldplay gespielt.

Im Großen und Ganzen fand ich die „Night of the Proms“ sehr gut. Alle Menschen hatten Spaß und den Musikern schien es auch Spaß gemacht zu haben. Die nächste Night of the Proms findet vom 7. – 9. Dezember in München statt. Ein Besuch ist absolut lohnenswert.

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Besuch der Schülermesse ‚Traumberuf Medien‘ in München

Von Sabrina Gärtner

 

Am 08.12.2017 besuchte die Redaktion wieder die Schülermesse ‚Traumberuf Medien‘ in der M.T.C World of Fashion in München. Renommierte Hochschulen und Akademien präsentierten dort Ihre Studiengänge und Ausbildungsberufe aus dem Kreativ- und Kommunikationsbereich, u. a.  Journalismus und Design. In halbstündigen Vorträgen bekam man Eindrücke von erfolgreichen Einrichtungen und ihren Konzepten, darunter die Axel Springer Akademie aus Berlin, welche die fortschrittlichste Journalistenschule Deutschlands ist.

Vielen Dank an Frau Ruetz, die diesen schönen, informativen und auch lustigen Ausflug organisiert hat.

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